Nachdem am Donnerstag Thanksgiving war und der Freitag auch frei ist, haben Angie, Viktoria, Daniel und ich ein Auto gemietet und sind einmal quer durch Oregon gefahren. Das Wetter für Freitag und Samstag war sehr sonnig vorhergesagt, was für diese Jahres Zeit schon wichtig ist, wenn man nicht im Schneesturm steckenbleiben will. Um nach Zentral Oregon zu kommen muss man als erstes die Cascades überqueren. Oben am Santiam Pass (ca. 1470m ü. NHN) war tiefster Winter. Zum Snowboarden hats zwar noch nicht genug Schnee (~30cm) aber für ein paar tolle Winterbilder hats gereicht. Viel Zeit wollten wir sowieso nicht verlieren, weil wir durch den Sonnenuntergang zeitlich etwas unter Druck standen. Arg weit sind wir von dem Pass gar nicht hinunter fahren, als sich das Landschaftsbild völlig gewandelt hat. Es war zwar noch kalt, aber Schnee lag keiner mehr. Der Pass hätte durchaus auch ein Pass in den Alpen sein können, jetzt aber befanden wir uns in einer steppenartigen Einöde.
Unser erstes Ziel war der Peter Skene Ogden State Scenic Viewpoint einer Schlucht im sonst flachen Gebiet.
Danach gings in den nicht weit entfernten Smith Rock State Park. Ich fasse mich hier jetzt recht kurz mit Erklärungen, weil ich die Bilder im Album beschriftet habe.
Eine Stunde vor Sonnenuntergang und somit noch mit genügend Zeit kamen wir nach zwei weiteren Stunden im Auto bei den Painted Hills an.
In der Dämmerung setzten wir unsere Reise nach Osten fort; wir wollten es noch bis Baker City schaffen. Auf den endlosen Geraden kommt einem die Geschwindigkeit sehr sehr langsam vor. Auch der Fakt, dass man das einzige Auto weit und breit ist verleitet die vorgeschriebenen 90km/h etwas großzügiger auszulegen. Doch es kam was kommen musste: rot-blaue Lichter. Der Cop hatte sich hinter einem Erdhügel links von der Straße versteckt. Man weiß man ist zuschnell gefahren und hofft nur dass es nicht zu teuer wird. Wir hatten aber Glück, der Cop hatte wohl seinen guten Tag. Er hat uns nur freundlich darauf hingewiesen, dass hier 55mph gelten und nicht 72mph (115km/h) und dass hier in der Dämmerung sehr viel Wild unterwegs ist. Wir sollten doch schauen, dass wir unser Ziel heil erreichen. Puh, das ist nochmal gut gegangen.
Um kurz nach 8 waren wir in Baker City und haben auf Anhieb ein sehr günstiges und auch sauberes Hotel gefunden. Nach einem sehr guten Abendessen in einem Restaurant mit eigener Brauerei sind wir schon um halb 11 ins Bett gegangen.
Am nächsten morgen sind wir wieder früh aufgebrochen und haben uns auf den Weg zum Hells Canyon gemacht. Die Straße dorthin führt durch echt beeindruckende Landschaften. Zuerst sind wir mit dem Auto durch die Schlucht gefahren und haben uns den Oxbow und den Hells Canyon Dam angeschaut. Dann haben wir versucht einen Blick von oben auf den Canyon zu bekommen. Dabei haben wir uns nicht von Webseiten (Wikipedia: "Das Gebiet ist motorisiert nicht erreichbar") und Schildern abhalten lassen. Wir wollten so weit es sicher war fahren und notfalls umkehren. Anfang war die Straße, die nur für Schneefahrzeuge freigegeben war, auch noch frei von Schnee und gut befahrbar. Die vereinzelten Schneefelder wurden aber je höher man kann schnell zu einer geschlossenen Schneedecke. Die Sommerreifen hielten aber erstaunlich gut. Es waren ca. 10cm Schnee auf der Straße. An der Abzweigung zum Aussichtspunkt haben wir dann jedoch beschlossen 3 Meilen vor dem Ziel doch lieber um zu kehren. Es wäre bestimmt machbar gewesen und da es nur noch Berg aufgegangen ist wären wir bestimmt auch wieder zurück gekommen. Trotz der verhältnismäßig geringen Gefahr stecken zu bleiben erschien uns das Risiko doch zu hoch, da wir im Ernstfall nicht mit Hilfe rechnen konnten. Wir hattet seit mehr als 2h keine anderen Menschen mehr gesehen, die Straße war offiziell gesperrt und Handyempfang hatten wir auch keinen. Ursprünglich wollten wir auch durch den Park fahren und nicht den gleichen Weg zurück aber auch das erschien uns zu riskant. Also sind wir den gleichen Weg zurück nach Baker City und dort auf den Interstate 84 Richtung Portland.
Es war eigentlich schon ziemlich dunkel draußen aber plötzlich war am Horizont eine rot angestrahlte Wolke. Zufällig war in einer Meile ein Viewpoint ausgeschildert von dem wir noch eine grandiose Aussicht auf die unter uns liegende Stadt und den Überrest des Sonnenuntergangs geboten bekamen.
Nach fast 1000 Meilen und über 20 Stunden im Auto bin ich jetzt bestens auf den Roadtrip im Dezember durch die gesamte USA vorbereitet.
Sonntag, 25. November 2007
Roadtrip Generalprobe
Eingestellt von
Jörg
um
18:22
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2 Kommentare:
Hey Jörgi!
Absolut coole Bilder!!!
Zum neidisch werden...
Schön, dass es dir gut geht!
Pass auf dich auf!
Ganz liebe Grüße!
Gros Bisous
Nadja
Ja also find ich auch :)) Hammer!! Und der Schnee, der verspricht nen tollen Winter!! Wann geht denn dein Roadtrip los?? Drück Dich! Steffi
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