Sonntag, 25. November 2007

Roadtrip Generalprobe

Nachdem am Donnerstag Thanksgiving war und der Freitag auch frei ist, haben Angie, Viktoria, Daniel und ich ein Auto gemietet und sind einmal quer durch Oregon gefahren. Das Wetter für Freitag und Samstag war sehr sonnig vorhergesagt, was für diese Jahres Zeit schon wichtig ist, wenn man nicht im Schneesturm steckenbleiben will. Um nach Zentral Oregon zu kommen muss man als erstes die Cascades überqueren. Oben am Santiam Pass (ca. 1470m ü. NHN) war tiefster Winter. Zum Snowboarden hats zwar noch nicht genug Schnee (~30cm) aber für ein paar tolle Winterbilder hats gereicht. Viel Zeit wollten wir sowieso nicht verlieren, weil wir durch den Sonnenuntergang zeitlich etwas unter Druck standen. Arg weit sind wir von dem Pass gar nicht hinunter fahren, als sich das Landschaftsbild völlig gewandelt hat. Es war zwar noch kalt, aber Schnee lag keiner mehr. Der Pass hätte durchaus auch ein Pass in den Alpen sein können, jetzt aber befanden wir uns in einer steppenartigen Einöde.
Unser erstes Ziel war der Peter Skene Ogden State Scenic Viewpoint einer Schlucht im sonst flachen Gebiet.
Danach gings in den nicht weit entfernten Smith Rock State Park. Ich fasse mich hier jetzt recht kurz mit Erklärungen, weil ich die Bilder im Album beschriftet habe.
Eine Stunde vor Sonnenuntergang und somit noch mit genügend Zeit kamen wir nach zwei weiteren Stunden im Auto bei den Painted Hills an.
In der Dämmerung setzten wir unsere Reise nach Osten fort; wir wollten es noch bis Baker City schaffen. Auf den endlosen Geraden kommt einem die Geschwindigkeit sehr sehr langsam vor. Auch der Fakt, dass man das einzige Auto weit und breit ist verleitet die vorgeschriebenen 90km/h etwas großzügiger auszulegen. Doch es kam was kommen musste: rot-blaue Lichter. Der Cop hatte sich hinter einem Erdhügel links von der Straße versteckt. Man weiß man ist zuschnell gefahren und hofft nur dass es nicht zu teuer wird. Wir hatten aber Glück, der Cop hatte wohl seinen guten Tag. Er hat uns nur freundlich darauf hingewiesen, dass hier 55mph gelten und nicht 72mph (115km/h) und dass hier in der Dämmerung sehr viel Wild unterwegs ist. Wir sollten doch schauen, dass wir unser Ziel heil erreichen. Puh, das ist nochmal gut gegangen.
Um kurz nach 8 waren wir in Baker City und haben auf Anhieb ein sehr günstiges und auch sauberes Hotel gefunden. Nach einem sehr guten Abendessen in einem Restaurant mit eigener Brauerei sind wir schon um halb 11 ins Bett gegangen.
Am nächsten morgen sind wir wieder früh aufgebrochen und haben uns auf den Weg zum Hells Canyon gemacht. Die Straße dorthin führt durch echt beeindruckende Landschaften. Zuerst sind wir mit dem Auto durch die Schlucht gefahren und haben uns den Oxbow und den Hells Canyon Dam angeschaut. Dann haben wir versucht einen Blick von oben auf den Canyon zu bekommen. Dabei haben wir uns nicht von Webseiten (Wikipedia: "Das Gebiet ist motorisiert nicht erreichbar") und Schildern abhalten lassen. Wir wollten so weit es sicher war fahren und notfalls umkehren. Anfang war die Straße, die nur für Schneefahrzeuge freigegeben war, auch noch frei von Schnee und gut befahrbar. Die vereinzelten Schneefelder wurden aber je höher man kann schnell zu einer geschlossenen Schneedecke. Die Sommerreifen hielten aber erstaunlich gut. Es waren ca. 10cm Schnee auf der Straße. An der Abzweigung zum Aussichtspunkt haben wir dann jedoch beschlossen 3 Meilen vor dem Ziel doch lieber um zu kehren. Es wäre bestimmt machbar gewesen und da es nur noch Berg aufgegangen ist wären wir bestimmt auch wieder zurück gekommen. Trotz der verhältnismäßig geringen Gefahr stecken zu bleiben erschien uns das Risiko doch zu hoch, da wir im Ernstfall nicht mit Hilfe rechnen konnten. Wir hattet seit mehr als 2h keine anderen Menschen mehr gesehen, die Straße war offiziell gesperrt und Handyempfang hatten wir auch keinen. Ursprünglich wollten wir auch durch den Park fahren und nicht den gleichen Weg zurück aber auch das erschien uns zu riskant. Also sind wir den gleichen Weg zurück nach Baker City und dort auf den Interstate 84 Richtung Portland.
Es war eigentlich schon ziemlich dunkel draußen aber plötzlich war am Horizont eine rot angestrahlte Wolke. Zufällig war in einer Meile ein Viewpoint ausgeschildert von dem wir noch eine grandiose Aussicht auf die unter uns liegende Stadt und den Überrest des Sonnenuntergangs geboten bekamen.
Nach fast 1000 Meilen und über 20 Stunden im Auto bin ich jetzt bestens auf den Roadtrip im Dezember durch die gesamte USA vorbereitet.


Die gesamte Route könnt ihr euch hier anschauen.

Thanksgiving

Am Donnerstag war in USA Thanksgiving. An diesem Feiertag ist es Tradition zu seiner Familie zu fahren und dort zusammen das Festessen zu verspeisen, dessen Hauptspeise meistens ein Truthahn darstellt. Das hat uns Deutsche erst einmal vor ein Problem gestellt, weil wir natürlich hier keine Familie haben. Da auch mein Mitbewohner diese Lage erkannt hat, bin ich kurzerhand zu seinem Festessen mit gesamter Familie eingeladen worden. Seine Eltern wohnen ca. 1h südlich von Corvallis etwas außerhalb eines kleinen Dorfs in einem sehr schönen, teilweise selbst gebauten Haus. Die Nachbarschaft ist zwar anscheinend etwas komisch, jedoch ist das bei der Größe des Grundstücks weniger ein Problem. Ein Nachbar soll seine Frau aus versehen mit dem Traktor überfahren haben, der nächste hat Frau und Sohn mit einem Brett erschlagen und der dritte wurde in flagranti erwischt wie er eine 75 jährige im Rollstuhl im Altersheim etwas mehr als nur sexuell belästigt hat. Noah's Familie ist aber völlig normal. Es waren (Bild unten v.l.) Oma, Opa, eine Tante, sein Cousin, noch eine Tanten, seine Mutter, Noah, sein Vater, (nicht auf dem Bild:) ein Onkel, ein Großonkel und ich da. Es war eine sehr angenehme Atmosphäre und ich hab mich echt wohl gefühlt. Turkey hat es leider keinen gegeben, die Qualität des Essens hat aber keinesfalls darunter gelitten.

Montag, 19. November 2007

Weinprobe und Rodeo

Am Samstag waren wir nachmittags auf einem Weingut südlich von Corvallis. War ganz lustig zu sehen, wie die hier im Flachland Weinbau betreiben und dem Besitzer beizubringen wie man "Gewürztraminer" ausspricht. Abends sind wir dann zu den Fairgrouds zum Rodeo gegangen. Das wollt ich ja schon immer mal sehn, vor allem da die hier in den USA ja noch halbwegs human mit den Tieren umgehen. Bis auf n paar Elektroschocks für die Tiere die nicht den Gang entlang laufen wollen und nem Gürtel der die Eier quetscht gings den Tieren eigentlich ganz gut. Aber schauts euch einfach selber auf den Bildern und Videos an.


Was dabei alles passieren hätte können sieht man (!!!Achtung!!! richtig böse Bilder) hier

Dienstag, 13. November 2007

der schlechteste Schiri der Welt

Hab das Spiel zwar nicht gesehn, aber das ist doch mal so ne offensichtliche Fehlentscheidung:

Die Beavers haben aber trotzdem noch gewonnen.

Sonntag, 11. November 2007

mein Mitbewohner ist ein Held


und dass mein ich jetzt nicht negativ. Er ist sozusagen der Vorzeigestudent der OSU. Im Rahmen einer Spendenaktion stellt sich die Universität vor. Auf der Webpage ist er (2 Klicks von der Startseite) zu sehn und aufm Campus haben sie ein Poster von ihm aufgehängt.
Ziemlich cool oder...?

Wochenende in Portland

Dieses Wochenende waren wir in Portland. Der Grund dafür war, dass die Dallas Mavericks gegen die Portland Trail Blazers gespielt haben. Ok, vor nem Monat hätte mir das vielleicht auch noch nichts gesagt, aber es geht um Basketball und zwar um die beste Liga der Welt. Außerdem Spielt bei Dallas der einzige Deutsche in der NBA, Dirk Nowitzki. Mehr Infos stehen bei den Bildern:


PS: habe in Portland richtiges Brot gekauft. so richtiges... also eins das man wirklich kauen muss. Sehr lecker!

Dienstag, 6. November 2007

Weihnachtsplanung


Elke hat mich auf ne gute Idee gebracht: Wer sich über Päckchen freuen will muss seine Adresse angeben ;)!

5253 SW Rose Pl.
Corvallis OR 97333
USA

Könnte ja sein dass jemand das Bedürfnis verspürt mir zu Weihnachten was zu schicken...
Problem ist nur, dass ich an Weihnachten gar nicht in Corvallis bin und meine Mitbewohner bestimmt auch nicht. Also niemand der ein Päckchen entgegen nehmen könnte. Hab jetzt nämlich den Flug nach Washington DC gebucht (6.12.) und werd dann von dort mit der Juli zusammen nen Roadtrip quer durch die USA bis nach Oregon machen. Werd also erst wieder Anfang Januar in Corvallis sein.

Sonntag, 4. November 2007

Disc Golf

Normalerweise regnet es von Ende Oktober bis in den Dezember ununterbrochen. Dieses Jahr ist das bis jetzt noch nicht so und wir haben wirklich schöne, wenn auch kalte Herbsttage. Um den strahlend blauen Himmel auszunutzen bin ich heute mit Noah (mein Mitbewohner) zum disc golfen gefahren. Das ist fast wie normales Golf, nur dass man wirklich in der Natur spielt und man statt Bälle in Löcher zu versenken mit Frisbees versucht die Ziele zu treffen.

Samstag, 3. November 2007

Halloween

Halloween ist ein Erlebnis, dass muss man einfach mal mitgemacht haben. Es geht gar nicht so arg um gruslige Mythen, Gespenster, Zombies und Kürbise, viel mehr lässt es sich mit dem deutschen Fasching vergleichen. Naja, für kleine Kinder ist es vielleicht das was wie in Deutschland von Halloween mitbekommen: Kürbise aushöhlen, sich gruselig verkleiden und an Haustüren klingeln und "trick or treat" sagen, damit man Süßigkeiten bekommen. Aber für die Studenten hier in Corvallis lässt sich Halloween wie folgt zusammen fassen: Jungs versuchen sich originell zu verkleiden (Borat, Römer, Dick in the Box, Raoul Duke, Doktor, Flasche, Burrito, Tampon, usw.), Mädels versuchen egal als was sie sich verkleiden möglichst viel Haut zu zeigen und beide Geschlechter gehen auf Partys und betrinken sich. Aber am besten ihr schaut euch einfach die Bilder an.