Sonntag, 30. September 2007

Go Beavs!

Gestern war ich bei meinem ersten Footballspiel. Das ist hier das größte Volksfest überhaupt. Die Leute treffen sich schon morgens um mit dem tailgaten (saufen) anzufangen. Es ist sogar erlaubt in der Öffentlichkeit zu trinken, was ja sonst strickt verboten ist. Rund ums Stadion sind Pavillons und aufblasbare Spielstände aufgestellt und alle sind orange angezogen. Das Stadion (wikipedia) ist mit 45.674 Plätzen durchaus mit einem Bundesliga Stadion zu vergleichen (Daimer Stadion: 57.000). Nach einigen Nachhilfestunden in Regelkunde kann ich jetzt auch so etwa verfolgen was auf dem Platz vor sich geht. Das Spiel besteht aus 4 Quartern die 15min lang sind. Insgesamt hat der Spaß aber fast 4h gedauert. Ist mal ganz interessant das mit zu erleben, aber mein Lieblingssport wirds nicht.

Freitag, 28. September 2007

erste Woche an der Uni

So, die erste Woche an der Uni ist vorbei. So langsam find ich mich überall gut zurecht und auch die Hörsäle (besser Klassenzimmer) hab ich auch alle immer auf Anhieb gefunden. Wir sind nie mehr als 10 Studenten in der Vorlesung und auch die Profs kennen schon alle Namen. Auf der einen Seite ist es toll und motivierend so gut betreut zu sein, aber das System ist eben auch mit sehr viel Arbeit verbunden. Ist halt deutlich anders als in Deutschland wo man erst vor den Klausuren dann richtig arbeitet. Fast alle meiner Kommilitonen sind klassische Klischee-Physikstudenten. Ich hab sie inzwischen "Kopfnicker" getauft, weil mindestens die Hälfte meiner Kommilitonen jeden Satz des Profs mit einem bestätigenden Kopfnicken erwidert. Heute hat einer sogar der Professorin erklärt, dass er sich extra in die 3. und nicht in die erste Reihe gesetzt hat, weil er ein bisschen erkältet ist und sie nicht anstecken möchte.

Mittwoch, 26. September 2007

Crater Lake

Am letzten Wochenende waren wir am Crater Lake (Wikipedia). Wir haben uns hier in Corvallis einen Van gemietet in den bis zu 12 Leute passen. Auf dem Weg nach Süden haben wir die anderen Deutschen aus Eugene abgeholt um dann den endlosen, schnurgeraden Straßen durch die unendlichen Wälder Oregons zu folgen. Der Crater Lake ist dem Rinjani (google) den ich in Indonesien bestiegen habe sehr ähnlich. Nur dass man nicht stundenlang durch tropischen Urwald und sengende Hitze mühsam nach oben steigen muss sondern direkt mim Auto bis an den Kraterrand fährt. Ist aber trotzdem sehr beeindruckend. Das Wasser ist so unglaublich blau und schmeckt auch extrem gut.
Die Nacht auf dem Campingplatz war nicht sonderlich lang, woran auch die Parkranger schuld waren. Morgens um halb 7 hatten die nichts besseres zu tun als die letzten Helden von uns die noch auf waren zu belehren, dass betrunken sein in der Öffentlichkeit in den USA auch strafbar ist. Dabei waren die 3 Jungs doch gar nicht so voll ;) Ich war keiner von denen, lag aber im Zelt 2m vom Schauplatz entfernt und konnt recht gut mitbekommen, dass man mit Cops oder Rangern in den USA besser nichts zu tun haben will.

Dienstag, 18. September 2007

Ich muss ein Streber werden

Heute war die erste Pflichtveranstaltung an der Uni. International Orientation. Das ganze bla bla, das wir in Portland auch schon über uns ergehen lassen mussten. Wenigstens hab ich jetzt mal nen Überblick über alle Internationals, die das nächste Jahr an der Uni sein werden. Viele Europäer, viele Asiaten und auch Leute aus so entlegenen Gegenden wie Österreich. Nach dem Lunch wollte ich eigentlich nur kurz mit meinem Adviser (Ansprechpartner) in Physik sprechen und rausfinden was für Kurse er mir empfiehlt, doch der war grade in der offiziellen Orientation der neuen Graduate Studenten. Die Sekretärin hat mich dann kurz vorgestellt und schon war ich mitten drin. Ordner, Flyer, Infos über irgendwelche Tests am Montag und Forschungsthemen die man sich möglichst schnell raussuchen soll... das kann mich nicht betreffen, ich bin doch nur international student. Ich mache den Ordner auf. Auf der ersten Seite eine Liste der Studenten und ganz oben "Jorg Bochterle". Mist, der meint wohl doch auch mich. So, das sind dann wohl meine 9 neuen Freunde. Alle samt hoch motiviert und würden dem Prof sofort in den Ar... kriechen, wenn dieser nicht auf dem Pult sitzen würde. Das kann ja heiter werden. Naja, zum Glück hab ich auch schon andere Leute kennengelernt. Aber jetzt kommt das geilste! Am Ende sollt ich nochmal zur Sekretärin und die hat mir dann 2 Schlüssel gegeben. Ich wusst natürlich nicht wofür. Der eine ist für die Institutsaußentür und der andere, jetzt haltet euch fest, für mein Office! Das teil ich mir zwar mit 2 anderen von den Strebern, aber immerhin hab ich nen eigenen Schreibtisch. Jetzt kann ich also Tag und Nacht arbeiten und lernen. Was ich natürlich auch ausnützen werde ;)

Sonntag, 16. September 2007

Oktoberfest und Sportprogramm

Es hört nicht auf, Deutschland verfolgt uns! Gestern waren wir auf dem 2. Oktoberfest. Diesmal wars viel autentischer. Echte Bierzelte und auch die Musik war echt gut(also passend halt). War auf jeden Fall sehr sehr lustig.


Heute war dann erst mal ausschlafen angesagt. Abends hab ich das Recreation center ausgetestet. Ich wusst ja dass es toll ausgestattet ist, aber es übertrifft die Erwartungen nochmal. Nachm Warmmachen auf dem indoor runningtrack, diversen Laufbändern und Steppern ham wir den amis gezeigt wie man Volleyball spielt. Ne, die könnens schon auch ganz gut. Volleyball ist doch nicht wie befürchtet nur n Frauensport. Ich kann sogar credits dafür bekommen. Danach ham wir uns dem Kraftraum gewidmet. Da kann man wirklich jeden Muskel den man sich vorstellen kann trainieren. Was wir dann auch ausführlich gemacht haben. Ist ja schließlich umsonst ;) Dann noch schnell 1000m auf der Rudermaschine gerudert und ab in die Sauna. Nach der eiskalten Dusche hab ichs dann grad noch so die 10min mim Fahrrad durch den Regen nach hause geschaft. Ich wette ich hab morgen so übelst Muskelkater! Wir werden sehn.

Freitag, 14. September 2007

Sonntag, 9. September 2007

Urlaub

Inzwischen ist die Orientierung mehr Urlaub als Arbeit. Ist aber auch gut so, die letzten Tage waren anstrengender als gedacht.
Am Donnerstag und Freitag waren wir in Corvallis das erste mal an der Uni und haben nach Wohnungen gesucht. Freitag abends haben wir uns voll gestylt zu einen downtown club aufgemacht in dem dann auch Amis mit kurzer Hose und verratztem T-Shirt waren. Nicht nur das hat uns etwas verwundert, sondern auch die Anzahl der wirklich dicken Mädels. Es gab natürlich auch dünnere. Was aber alle gemeinsam hatten war das millimeterdicke Makeup im Gesicht und die sehr körperbetonten Klamotten. Röcke die mehr als die Hälfte des Oberschenkels bedecken gibt es hier anscheinend nicht. Auch der Tanzstil ist nicht so ganz vergleichbar mit dem in Europa. Es ähnelt viel mehr einer großen Orgie auf der Tanzfläche. Der durchschnittliche Alkoholpegel ist auch deutlich höher als daheim. Da kanns schon mal vorkommen, dass Mädels in die Ecke kotzen. Scheint ganz normal zu sein.
Am Samstag Nachmittag waren wir Jetboating. Ist schon sehr lustig mit 80km/h über nen Fluss zu fetzen. Abends sind wir dann mit der Bahn zum "Oktöberfest" gefahren. In der Innenstadt von Portland ist das kostenlos und da das Fest nur eine Station außerhalb dieser Zone ist sind wir natürlich schwarz gefahren. Die Organisatorin ist anscheinend in 20 Jahren auch erst 5 mal kontrolliert worden. Aber es kam was kommen musste: "tickets please". Und wir sind auch noch ziemlich am Anfang vom Zug gesessen wo die angefangen hat zu kontrollieren. Zum Glück saß ein Jugendlicher direkt vor uns der auch schwarz gefahren ist. Und so konnten wir aussteigen bevor wir dran waren. Aber da ging mir schon mal ganz schön die Pumpe! Das Oktöberfest war in Wirklichkeit sowas wie ein Hoffest bei uns in Deutschland. Die Musik war viel zu rockig und die Leute viel zu nüchtern. Aber da wir in Deutschlandtrickots unterwegs waren und es uns auch nicht nehmen ließen ein paar passende Lieder anzustimmen, hatten wir recht schnell viele neue Freunde. Regelmäßig sind Leute vorbeigekommen und haben uns ihre übrigen Biermarken geschenkt. Sehr freundlich alle! Wir wollten natürlich nicht nur nehmen sonder auch etwas zurückgeben. So kamen wir, naja ein paar Bier später jendefalls, auf die Idee auf die Bühne zu gehn, wo ich der Menge dann ein "Prosit der Gemütlichkeit" gesungen habe. Von da an waren wir die Helden des Abends. Als um 11 das Fest dann zu Ende war und wir mit unseren gekauften Bierkrügen das Gelände verlassen wollten wurden wir nochmal von der Security aufgehalten. Unsere Gläser waren noch halb voll und trinken in der Öffentlichkeit ist verboten. Ich werds wohl wieder und wieder vergessen, weils einfach komisch ist.
Heute sind wir am Columbia River (2. größer Fluss in USA) entlang gefahren und haben uns tourimäßig einen Wasserfall, einen Aussichtspunkt und einen Staudamm angeschaut. War echt schön und vorallem windig. Wär so gern ne runde Kiten gegangen. Auf dem Panoramabild kann man auch 2 Kiter erkennen.


Weitere Bilder füge ich hinzu, sobald wir die ausgetauscht haben, also am Do.

home sweet home

Ich hab ne Wohnung gefunden. Ist ein ganzes Haus für mich und meine 2 amerikanische Mitbewohner. Den einen hab ich noch nicht getroffen aber der andere scheint sehr in Ordnung zu sein. Das Haus wurde erst vor drei Jahren gebaut und ist sehr sauber und komplett eingerichtet. Die Nachbarschaft sieht sehr viel gepflegter aus als in anderen Ortsteilen, die wir gesehn haben. Und auch Supermarkt und Uni sind in erreichbarer Nähe. Ich freu mich riesig dass ich das gefunden hab.

Mittwoch, 5. September 2007

Orientation


Hallo zusammen!

Bin seit Montag gut in Portland, der größten Stadt in Oregon, angekommen. Sind hier für eine Woche im Studentenwohnheim untergebracht.
Hier seht ihr mich am Eingangstor zum Chinatown in dem es keinen einzigen Chinesen gibt, zumindest ham wir keinen gesehn.
Bis jetzt mussten wir uns vormittags mit lauter tollen Informationen berieseln lassen und hatten dann ab 16Uhr Zeit uns in der Stadt zurecht zufinden.
Morgen und Übermorgen gehts dann nach Corvallis zur Wohnungssuche. Am Wochenende ist nochmal Portland und Jetboating angesagt und von Montag bis Mittwoch sind wir dann an der Oregon coast zum Campen. Danach gehts dann in die hoffentlich bis dahin gefundene neue Wohnung in Corvallis, wo am 24.9. die Vorlesungen beginnen.